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Pressemitteilung: Mietspiegel 2009 - Nettokaltmieten haben in weiten Teilen des Berliner Wohnungsmarkts das Ende der Fahnenstange erreicht
Die Berliner MieterGemeinschaft e.V. kann - trotz Anerkennung des qualifizierten Mietspiegels – den senatorischen Jubel über die Mietentwicklung unserer Stadt nicht nachvollziehen.
Normalverdiener/innen und erst recht die Bezieher/innen niedriger Einkommen haben neben der Nettomiete auch die exorbitant steigenden Betriebskosten zu verkraften. Steigende Mietbelastungszahlen belegen dies nachhaltig.
Mietwohnungen für den kleinen Geldbeutel sind kaum noch zu finden. Neubau findet allenfalls im Luxussegment statt.
Bei der Neuvermietung ist der Mietspiegel kaum von Bedeutung. Die städtischen Wohnungsunternehmen sehen allenfalls den Oberwert eines Mietspiegelfeldes.
Senatorin Junge-Reyer möchte anscheinend politischen Initiativen für eine Neuvermietungsregelung und zur Absenkung der Kappungsgrenze eine Absage erteilen und setzt auf die Regulierungskräfte des Markts.
Sehr kleine Bäder und nicht vorhandene Balkone sind zwar unstrittig anmietungsrelevante Kriterien, finden aber in der Orientierunghilfe wohnwertmindernd keine Berücksichtigung. Dies haben die Mieter/innen der Senatorin zu verdanken.
Die Eile, den Mietspiegel 2009 mehr als einen Monat vor Auslaufen des Mietspiegels 2007 ohne Vorliegen des Amtsblatts und der Internetabfrage zu veröffentlichen, bleibt angesichts der Haushaltslage gänzlich unverständlich.
Gerhard Eichmann, Rechtsabteilung der Berliner MieterGemeinschaft e. V., Tel.: 030-2168001
Pressemitteilung vom 03.06.2009
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