Themen
Privatisierung
Seit Jahren wird Berlins soziale Infrastruktur ausverkauft. Bei den Verkäufen der Wohnungsbaugesellschaften, der Strom- und Gasversorger oder der Teilprivatisierung der Wasserbetriebe handelt es sich jedoch nicht um Entscheidungen, die ursächlich der Berliner Haushaltslage geschuldet wären. Die leeren Kassen werden nur immer wieder zur Legitimierung herangezogen, allerdings ohne zu fragen, warum die Kassen eigentlich leer sind. Mehr...
URBAN 21
Die "Weltkonferenz zur Zukunft der Städte - URBAN 21" fand im Juli 2000 in Berlin als Fortsetzung der Rio-Konferenz von 1992 statt. Im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen erstellte die "empirica-GmbH" einen Beitrag zur URBAN 21-Konferenz. Ein erster Entwurf wurde bereits vor der Konferenz veröffentlicht und verdiente aufgrund seiner neoliberalen Richtungsweisung entschiedenen Widerspruch. Die Berliner MieterGemeinschaft bat politisch engagierte Wissenschaftler/innen zu Stellungnahmen und diese wurden in einem Reader "URBAN 21 und die Welt wird zur Scheibe..." veröffentlicht. Mehr ...
Genossenschaften
Die Wohnungsbaugenossenschaften teilen auf gewisse Weise das Schicksal der "sozialen Stadt". Der Sozialstaat wird abgebaut und dadurch entstehende Probleme werden als sozialräumliche an die Quartiersmanager, die ausführenden Organe des Programms "Soziale Stadt", zur örtlichen Pflasterbehandlung überwiesen. Der soziale Wohnungsbau wurde in Deutschland hingerichtet, die Gemeinnützigkeit abgeschafft, die Bestände der ehemals gemeinnützigen Gesellschaften mit Nachdruck privatisiert und man entdeckte die sozialen Qualitäten der Genossenschaften um die entstandene Lücke auszufüllen. Das MieterEcho hatte selbstverständlich nie Einwände gegen soziale Wohnungsunternehmen, zweifelte aber stets an der Eignung der Genossenschaften für diese Rolle. Mehr ...